Bernd Ahrbeck: "Inklusion. Eine Kritik." - Buchempfehlung

 

Die schulische Inklusion ist ein heiß diskutiertes Thema in der Bildungspolitik. In diesem Buch wird vor unrealistischen Erwartungen gewarnt. Die Grenzen des Möglichen und Sinnvollen müssen gesehen und anerkannt werden. Der Kampf um die Inklusion nimmt geradezu religiöse Qualität an, mit missionarischem Eifer und Heilsversprechen werden die Kritiker attackiert. In diesem Buch findet man sachliche und fundierte Argument, um in der Diskussion zu bestehen. Mit den Legenden zum Erfolg von Gesamtschulen und des längeren gemeinsamen und jahrgangsübergreifenden Lernens räumt Ahrbeck nebenher auch noch auf.
Schülern mit Behinderungen wird am ehesten geholfen, wenn der Weg zu einer gemeinsamen Beschulung in einer moderaten und wohlüberlegten Form erfolgt- abseits der Vorstellung, schulische Reformen könnten die Gesellschaft in ihrem Kern verändern.

Kohlhammer Verlag (Stuttgart) 2014

ISBN 978-3-17-023930-2.

Preis: 22,99 EUR (160 Seiten)

 

 

ACDL Hessen organisiert Lehrerfortbildung zum Thema „Schulrecht“
Hochkarätiger Referent: Dr. Wilhelm Wolf, Präsident des Landgerichts Gießen

 

„Juristendeutsch“ und „Pädagogensprech“ sind häufig inkompatible Sprachsysteme. Treffen sie aufeinander, sind Schulleiterinnen und Schulleiter oft erste „Übersetzer“, nicht selten muss auch der Schulamtsjurist „dolmetschen“. Ein Verständnis für die Welt des Juristischen zu schaffen und das anhand des Schulrechts hat sich jetzt die ACDL Hessen vorgenommen. Lehrkräfte aller Schulformen sind dazu eingeladen, sich in fünf Modulen einen Überblick über die wesentlichen Rechtsnormen zu verschaffen. „Wir nehmen dabei den ganz konkreten Alltag der Lehrerinnen und Lehrer in den Blick und haben die Fortbildung sehr praxisnah konzipiert“, erläutert Gerrit Ulmke, Landesvorsitzender der ACDL Hessen, die Ausrichtung der Fortbildungsreihe.

Die Veranstaltungen sind öffentlich, ein Tagungsbeitrag von 10,00 Euro beinhaltet auch die Tagungsgetränke. Eine Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt. Anmeldungen werden bis zum Vortag bei der Landesgeschäftsstelle der ACDL in Wiesbaden erbeten:

mail@acdl.de oder 0611 1665483.

Die Themen der einzelnen Module sowie Details zu den Veranstaltungen finden Sie im dem hier hinterlegten Flyer.

Alle Termine haben stattgefunden.

 

 

 

Presseerklärung: INKLUSION - Wiesbaden, 09.04.2014

 

Hans-Jürgen Irmer:

"Das Wohl des Kindes steht an erster Stelle - Vielfalt der Kinder bedarf auch einer Vielfalt der Beschulungsfomen"

Das Wohl des einzelnen Kindes steht an erster Stelle unserer Bildungspolitik. Die Landesregierung setzt daher auf eine der Vielfalt der Kinder entsprechende Vielfalt der Beschulungsformen. So werden auf der einen Seite alleine im laufenden Schuljahr mit rund 1.680 Lehrerstellen so viele Lehrer wie noch nie zuvor für den inklusiven Unterricht zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus achtet Hessen auch auf die erforderlichen qualitativen Voraussetzungen für den inklusiven Unterricht. Dies unterscheidet uns von SPD-geführten Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Bremen, deren hohe Inklusionsquoten lediglich auf dem Rücken der betroffenen Kinder erkauft werden, weil man den Schulen nahezu keine zusätzlichen Ressourcen für die Inklusion zur Verfügung stellt. In Hessen haben wir dagegen beschlossen, die durch die sogenannte demographische Rendite freiwerdenden Mittel im Bildungssystem zu belassen und so beispielsweise den inklusiven Unterricht weiter auszubauen, reagierte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, auf die Bertelsmann-Studie Inklusion.

Hessen verfügt zudem über ein weithin anerkanntes Förderschulsystem, das unterschiedlichsten Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen aufgrund der hochspezialisierten Betreuung durch qualifizierte Förderschullehrkräfte in einem den besonderen Bedürfnissen der Kinder angemessenen Umfeld am besten gerecht werden kann. Auch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert in diesem Sinne ausdrücklich, individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet. Diesem Anspruch wollen wir in Hessen gerecht werden und richten unsere Bildungspolitik deshalb am Wohl des einzelnen Kindes aus. Wenn ein Kind beispielsweise mit hohem Aggressionspotential oder schwersten Formen von Verhaltensauffälligkeiten, emotional-sozialen Defiziten oder Intelligenzminderung in eine Regelschulklasse gezwängt wird, findet eine Benachteiligung in zweierlei Hinsicht statt: So werden die betroffenen Kinder durch die Vielzahl der erforderlichen Betreuer vor den Augen ihrer Klassenkameraden exkludiert, während die anderen Kinder der Klasse wiederum hinnehmen müssen, dass sich der Unterricht eines ganzen Lehrerteams zwangsläufig auf ein Kind richtet, das im Extremfall aufgrund einer Verhaltensstörung den gesamten Unterricht zum Erliegen bringt. Insofern setzen wir auch weiterhin auf die bewährten Förderschulen und den inklusiven Unterricht, so Irmer.

 

Christoph Weirich, Pressesprecher
Alexander Kurz, Stellvertretender Pressesprecher
Schlossplatz 1-3, 65183 Wiesbaden 
E-Mail: presse-cdu@ltg.hessen.de Tel: 0611 / 350-548
Fax: 0611 / 350-551

 

 

Die Grundzüge am Kindeswohl ausgerichteter Bildungspolitik - Oder: Was ist christlich demokratische Bildungspolitik?

Bildung ist gleichzeitig individueller Anspruch und gesellschaftliche Notwendigkeit. Sie garantiert Persönlichkeitsentwicklung und Wohlstand und ermöglicht Verantwortungsübernahme für die Gesellschaft. Bildung findet ihren Ausdruck im Fördern und Fordern. Sie kann ausschließlich in Freiheit gelingen und wird von Familie und Schule getragen. Stehen zunächst die Eltern in der Verantwortung, Erziehung und Bildung zu gewährleisten, hat der Staat dort unterstützend einzugreifen, wo Eltern den Ansprüchen der Gesellschaft an Förderung ihrer Kinder nicht gerecht werden können. Somit ist Bildungspolitik grundsätzlich ein Markenzeichen der an der Freiheit der Menschen orientierten christlich demokratischen Politik. Eine glaubwürdige Bildungspolitik ist verlässlich und berechenbar. Sie wird auf den Ergebnissen der Bildungsforschung gestaltet und schließt den Einfluss von Ideologien auf schulpolitische Entscheidungen aus. Ein Diskussionsbeitrag der ACDL Hessen - Stand: Mai 2011 - Autor: Gerrit Ulmke. Weiterführende Informationen finden Sie hier. 

 

Inklusion – wi(e)der ein trojanisches Pferd

Das Thema "Inklusion" bringt die Grundlage allen pädagogischen Seins auf den Punkt: Wertschätzung der Vielfalt! Daraus ergibt sich die Forderung nach individueller Förderung aller Schülerinnen und Schüler zum Wohle jedes einzelnen. Dieser Ansatz kann am besten im gegliederten Schulwesen verfolgt und umgesetzt werden.

Die aktuelle Diskussion zeigt, dass das Thema "Inklusion" missverstanden wird – und teilweise auch bewusst missinterpretiert wird. Gefordert wird nämlich keinesfalls die "Einheitsschule", gefordert wird keinesfalls die Auflösung aller Förderschulen, gefordert wird seitens des Gesetzes die Gewährleistung eines integrativen Bildungssystems.

Weitere Informationen zum Thema Inklusion finden Sie in der entsprechenden Rubrik unseres Angebotes. Dort können Sie zudem in unserem Diskussionsforum Stellung beziehen.